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Lesung in Erfurt: Das Auswärtige Amt und der Holocaust

Es sorgte bei seinem Erscheinen im vergangenen Jahr für Aufsehen, das Buch „Das Amt und die Vergangenheit: Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik“, denn es räumte auf mit den Legenden, die in Westdeutschland lange überdauert hatten und im Auswärtigen Amt eine Art Hort des Widerstandes gegen den Faschismus sehen wollten. Viele Mitarbeiter machten auch in der neuen Bundesrepublik weiter Karriere – kein Ruhmesblatt für den westdeutschen Nachkriegsstaat. So ist es ein großer Verdienst der vier Autoren des Buches, deutlich gemacht zu haben, dass Diplomaten des Auswärtigen Amtes eifrig beim Holocaust kollaboriert und hinterher ungeniert ihre öffentliche Reinwaschung organisiert hatten. Einer der Autoren, der israelische Historiker Moshe Zimmermann, trägt am 22.2.2011 in Erfurt (Kleine Synagoge) im Rahmen einer von der Rosa-Luxemburg-Stiftung veranstalteten Lesereise aus dem Sachbuch vor.

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