Thüringer Medienlandschaft: Landesregierung sieht weder Informations- noch Handlungsbedarf

Auf großes journalistisches Interesse ist die Pressekonferenz zur Medienpolitik am 13. Januar in der Linksfraktion gestoßen. Deren medienpolitischer Sprecher, André Blechschmidt, hat mit Verweis auf die teils dürren Antworten auf die aktuelle Große Anfrage der LINKEN zur Situation der lokalen Medienlandschaft in Thüringen kritisiert, dass die Landesregierung hier offenbar weder Informations- noch Handlungsbedarf sehe. „Dabei vollziehen sich dramatische Entwicklungen insbesondere in der Presselandschaft“, so der Abgeordnete. Er sehe angesichts des sich seit 1990 vollziehenden Auflagenrückgangs die Pressevielfalt in Gefahr.
Weitere Themen der Pressekonferenz waren der Betrugsskandal beim öffentlich-rechtlichen Kinderkanal – hier fordert die Linksfraktion auch mit Blick auf die Sitzung des zuständigen Landtagsausschusses für Justiz, Bundes- und Europaangelegenheiten am 21. Januar umfassende Aufklärung (und behält es sich vor, zu beantragen, MDR-Intendant Reiter zu befragen) – sowie die Rundfunkgebührenreform und der Jugendmedienschutzstaatsvertrag.
Große Anfrage "20 Jahre staatsunabhängige Printmedien in Thüringen"
