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„Wir sind die Roten“
„Ich bin mit Karl May groß geworden“, erinnert sich Bodo Ramelow, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag. In der Familie seien etliche Bücher des sächsischen Schriftstellers vorhanden gewesen, in denen er als Kind ausgiebig geschmökert habe. „Meine ersten Ausflüge in die weite Welt sind mit der Lektüre dieser Bücher verbunden gewesen“, so Ramelow. Noch heute fasziniere ihn das Vermögen Mays, fremde Welten so anschaulich zu beschreiben, ohne sie selbst gesehen zu haben.
Die Linksfraktion erinnert an den 100. Todestag Karl Mays am 30.3.2012. Der große Schriftsteller ist heute nicht nur als Autor der bekannten Reiseerzählungen um Old Shatterhand, Winnetou und Kara Ben Nemsi bekannt. Nur wenige Tage vor seinem Tod hielt er in Wien vor mehr als 3.000 Menschen den Vortrag „Empor ins Reich der Edelmenschen“. Als sein großes Ziel benannte er darin „Und Friede auf Erden!“ Bereits seit 1905 korrespondierte er mit der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner.
In vielen seiner Reiseerzählungen versuchte Karl May, ein gerechtes Bild der Indianer zu zeichnen. Die Linksfraktion erinnert daran mit dem Video „Wir sind die Roten“.
Nazis, Spitzel und Kriminelle: Den Sumpf endlich trocken legen

Zur heutigen Razzia u.a. bei zwei ehemals führenden Thüringer Neonazis und zugleich Spitzeln des Thüringer Verfassungsschutzes, Tino Brandt und Thomas Dienel, sowie an weiteren Orten erklärt Martina Renner, Innenexpertin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: „Wen wundert das eigentlich noch? Prominente frühere Nazi-Spitzel des Thüringer Geheimdienstes waren und sind offenbar tief in kriminelle Machenschaften verstrickt – inklusive Waffen und illegalen Finanz-Geschäften. Brandt und Dienel haben ihrer braunen Gesinnung nie abgeschworen und sind offenbar auch nach ihrem Auffliegen als Spitzel kriminell geblieben.“
Organisierte Kriminalität und Neonazi-Szene würden in Thüringen offenbar enger zusammen hängen als bekannt, so Frau Renner. Es müsse die Frage beantwortet werden, was die beiden eigentlich mit ihrem früher vom Staat zugesteckten Geld gemacht hätten. „War es vielleicht das Start-Kapital für illegale Geschäfte? Mit Scheinfirmen kannte man sich ja zumindest im Thüringer Geheimdienst gut aus“, so die LINKE-Abgeordnete. Die Landesregierung müsse umgehend die Frage beantworten, ob der Geheimdienst Kenntnis über die kriminellen Machenschaften seiner V-Leute hatte oder ob gar Gelder aus der damaligen Zeit in den aktuellen Fällen eine Rolle spielten. MEHR
Zum 50. Welttheatertag: „Kulturkannibalismus muss gestoppt werden!“

Heute jährt sich der vom Internationalen Theaterinstitut ausgerufene Welttheatertag zum 50. Mal. Seit seiner erstmaligen Ausrufung stehen jedes Jahr Wortmeldungen berühmter Theatermacher im Mittelpunkt. 2012 kommt die zentrale Botschaft von US- Schauspieler John Malkovich, der sich explizit mit Fragen des Mensch-Seins beschäftigt. Diese Fragen sind immer wieder zentral für die Theaterarbeit und Kulturpolitik. Vor allem dann, wenn es um den „Wert“ von Kultur geht. Klamme Kassen lassen Stimmen nach Abschaffung von ganzen Sparten laut werden. Dazu wird am 28. März, ab 18 Uhr, eine öffentliche Podiumsdiskussion im Theater Altenburg stattfinden. Die LINKE Kulturpolitikerin Dr. Klaubert, die an der Diskussion teilnimmt, erklärt:
„Seit Jahren zeichnet sich in Thüringen ein Zustand ab, der eigentlich nur noch eine Beschreibung verdient: Kulturkannibalismus. Viele Kommunen müssen sich heute aufgrund wirtschaftlicher Zwänge fragen, wie viel Kultur man sich ‚leisten’ kann und will. Die Leidtragenden sind zuerst die Kunst- und Kulturschaffenden selbst. Mit großem Engagement versuchen sie, ihre wichtige Arbeit aufrecht zu erhalten und gleichzeitig einer wachsenden ‚Kulturverdrossenheit’ entgegen zu wirken. Ohne Zweifel muss eine bessere und vor allem eine gerechtere Basis für den Erhalt aller Theater und Orchester geschaffen werden. Dabei dürfen Haustarifverträge keine endgültige Lösung sein. MEHR
Raubbau an Natur und Umwelt beenden!

„Die Umweltbelastung, die K+S durch ihren Kali-Abbau verursacht, ist nicht akzeptabel und kann mit Blick auf die Langzeitfolgen nicht hingenommen werden. Dieser Raubbau muss schnellstens beendet werden“, sagt Katja Wolf, Sprecherin für Umweltpolitik der Linksfraktion. Bei einer Pressekonferenz stellte sie zusammen mit Dr. Ralf Krupp (links im Bild), Experte für Geochemie, und Fraktionskollegen Tilo Kummer (rechts im Bild) Konzepte für eine alternative Kali-Produktion vor. Dabei stand vor allem die bessere rohstoffliche Verwertung der Abbauprodukte im Vordergrund. „Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist das derzeit praktizierte Geschäftsmodell wegen der hohen Kalisalzverluste reiner Raubbau an einer endlichen Ressource“, unterstrich auch Dr. Ralf Krupp.
„Mit dieser Abbau-Methode verkürzt man die Lebensdauer der Lagerstätte um viele Jahrzehnte, raubt die Erwerbsgrundlagen sowie Steuereinnahmen und bürdet unseren Nachkommen massive Umweltschäden und Altlasten auf“, kritisieren die Abgeordneten der LINKEN.
- Gutachten von Dr.habil. Ralf E. Krupp: Betrachtungen zur Nachhaltigkeit des Kalibergbaus LINK
Juristische Auseinandersetzung gegen Geheimdienstbespitzelung geht in entscheidende Phase

Die jahrelange juristische Auseinandersetzung um die skandalöse Ausschnüffelung von Bodo Ramelow, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, durch den Inlandsgeheimdienst "Bundesamt für Verfassungsschutz" geht in die heiße Phase. Vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ist die letzte Etappe des deutschen Instanzenweges erreicht. Das Gericht habe jetzt Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung, Landesregierungen und Landtage über die Verfassungsbeschwerde informiert und ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben, informiert Ramelow.
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