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29. August 2016

Gehörlosengeld ist wichtiger Nachteilsausgleich

„Auch gehörlose Menschen in Thüringen benötigen dringend einen Nachteilsausgleich in Form eines Gehörlosengeldes. Dafür werde ich mich bei den Koalitionsfraktionen und der Landesregierung weiterhin einsetzen“, sagt Karola Stange, behindertenpolitische Sprecherin der LINKE-Landtagsfraktion, und bezieht sich auf das heute stattgefundene gemeinsame Gespräch mit der Vorsitzenden des Landeverbandes der Gehörlosen in Thüringen.
Der Gesetzentwurf zur Änderung des Thüringer Blindengeldgesetzes werde derzeit im Kabinett beraten und soll zeitnah in den Thüringer Landtag einbracht werden. Die Regelungen gelten rückwirkend ab dem 1. Juli 2016.
„Gehörlose Menschen haben das Recht, am Leben in allen Bereichen der Gesellschaft gleichwertig teilhaben zu können – das gilt vor allem für ein selbstbestimmtes Wohnen außerhalb von Einrichtungen, aber auch für Arztbesuche, Teilnahme an Volkshochschul-Kursen oder kulturellen Veranstaltungen. Dazu bedarf es dringend der Einführung eines Gehörlosengeldes in Thüringen“, so die Landtagsabgeordnete.
Ein weiteres Thema des gegenseitigen Austausches waren Kommunikationsmöglichkeiten für gehörlose Menschen im Alter und speziell für diejenigen, die an Demenz erkrankt sind. Auch im Hinblick auf die immer älter werdende Gesellschaft sei deutlich geworden, wie wichtig der richtige, d. h. am Schutz der Menschenwürde und am Selbstbestimmungsrecht ausgerichtete Umgang und die Kommunikation mit gehörlosen Menschen in Pflegeheimen und der ambulanten Pflege sind. Auch die Information und Aufklärung über Unterstützungsleistungen zur Eingliederung auf den Arbeitsmarkt und über Pflegeleistungen sowie die Vernetzung bestehender Angebote für gehörlose Menschen besonders im Alter stellen eine Herausforderung dar. „Die Linksfraktion wird sich dem Thema annehmen und in intensiver Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Gehörlosen die Umsetzung dieser Themenbausteine politisch unterstützen“, teilt Karola Stange mit.