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16. Mai 2018

Die „Fortuna“ muss sicherer werden

Ausgerechnet „Fortuna“ wird die gefährliche Kreuzung der Bundesstraßen B 92 und B 175 bei Weida im Landkreis Greiz genannt. Der Unfallschwerpunkt war jetzt Gegenstand einer öffentlichen Anhörung des Petitionsausschusses im Thüringer Landtag. Eine Petition von Lucas Biegel, dessen Großeltern im Februar vorigen Jahres hier tödlich verunglückten, hatte fast 2.000 Unterstützerunterschriften sowie weitere 1.600 Mitzeichner auf der Online-Plattform des Landtages erhalten. Die für eine öffentliche Anhörung nötigen 1.500 Unterschriften waren damit weit überschritten. Auch auf der Besuchertribüne des Plenarsaals hatten an diesem späten Nachmittag (am 16. Mai) zahlreiche Ostthüringer Bürgerinnen und Bürger Platz genommen.

Es muss etwas getan werden, um hier die Verkehrssicherheit zu erhöhen, da waren sich alle einig. Das Thüringer Infrastrukturministerium hat die B92 schon seit längerem im Blick und ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses bestätigte zwar eine erhöhte Unfallträchtigkeit dieser Kreuzung, aber die „Fortuna“ ist leider auch nur einer der Unfallschwerpunkte der Bundesstraße. Im Zeitraum von 2006 bis 2016 hat die Polizei 180 Unfälle auf der Strecke Gera-Weida registriert. Dies hat verschiedene Ursachen, wie die Vertrauenspersonen des Petenten und das Ministerium in ihren ausführlichen Vorträgen mitteilten, wie z.B. viel zu geringe und zu kurze Überholstrecken sowie teilweise unübersichtliche Streckenführungen.

Im Rahmen der Straßenverkehrszählungen des Bundes im Jahr 2015 und der prognostizierten Zunahme des Straßenverkehrs hat das Thüringer Ministerium verschiedene Varianten der Streckenführungen auf ihre Verkehrssicherheit und die Durchführbarkeit hin geprüft. Da es sich jedoch um eine Bundesstraße handelt, obliegt die Genehmigung für jegliche Planungsumsetzungen dem Bund. Die vom Petenten vorgeschlagene Kreisverkehrsanlage wurde dabei als eine Variante in die Prüfung einbezogen, eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus. Wegen der Situation an der Kreuzung (schlechte Sichtverhältnisse, Kurvenlage, Überholstreifen) kommt aber nur eine großflächigere Maßnahme in Betracht, um eine verkehrssichere Situation auf Dauer herzustellen.

Die LINKE-Abgeordnete Anja Müller, die Mitglied im Petitionsausschuss ist, erklärte nach der Anhörung: „Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft wird das Planungsverfahren weiterhin vorantreiben. Allerdings ist es auch auf eine Genehmigung und Kofinanzierung durch den Bund angewiesen. Damit die nötigen Baumaßnahmen mit dem Planungsverfahren zügig umgesetzt werden können, ist der Bund nun gefordert, das notwendige Verfahren rasch in die Wege zu leiten. Die regierungstragenden Fraktionen von Rot-Rot-Grün werden den Verlauf weiterhin kritisch verfolgen.“