
Übernahme des Tarifabschlusses für die Beschäftigten (DIE LINKE)
Thüringen übernimmt den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst nicht sofort für ihre Beamten, Richter und Pensionäre. Die Landesregierung hat beschlossen, die Beamtenbezüge mit mehrmonatiger Verspätung anzuheben.
Der im Rahmen der Einigung erzielte Tarifabschluss für die Angestellten spiegelt sowohl die finanziellen Möglichkeiten der Landeshaushalte als auch die Funktion der Tarifanpassung zum Ausgleich von Teuerungsraten wider. Damit erfüllt die Tarifeinigung die Funktion eines sozialen Ausgleiches. Für eine auch nur in Teilen abweichende Übernahme gibt es keine nachvollziehbaren Rechtfertigungsgründe. Tarifpolitik und gerechte Entlohnung für Bedienstete sind aus Sicht der Linksfraktion kein Mittel der Haushaltskonsolidierung, sondern Element des sozialpolitischen Grundsatzes gleicher Lohn für gleiche Arbeit.
Gleichstellung behinderter Menschen (DIE LINKE)
Als "Türöffner" für die Änderung auch anderer Landesgesetze soll der Gesetzentwurf der Linksfraktion für ein Behindertengleichstellungsgesetz wirken. Der Gesetzentwurf schreibt unter besonderer Berücksichtigung des UN-Abkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zahlreiche Rechte, Leistungen und Verpflichtungen fest. Als konkrete Nachteilsausgleiche werden u.a. ein erhöhtes Blindengeld, ein Gehörlosengeld und ein Taubblindengeld aufgegriffen.
Gesetz zur Aufhebung des Thüringer Erziehungsgeldes (DIE LINKE)
Mit der Zahlung des Betreuungsgeldes auf Bundesebene würde bei Beibehaltung des Thüringer Erziehungsgeldes eine Doppelförderung eintreten. Die Landesmittel sollten besser für andere bildungs- und familienpolitischen Maßnahmen genutzt werden, u.a. für den Ausbau der Kitas zu Eltern-Kind-Zentren.
Gesetz zur Aussetzung der "rückwirkenden" Erhebung von Straßen- und Abwasserbeiträgen (DIE LINKE)
Das Bundesverfassungsgericht hat mit Beschluss vom 5. März 2013 festgelegt, dass Hauseigentümer in Bayern nicht zeitlich unbegrenzt nach Fertigstellung der Investition belastet werden dürfen. Dem Gesetzgeber obliegt es, für einen Ausgleich zwischen dem Interesse der Allgemeinheit an der Beitragserhebung und dem Interesse des Beitragsschuldners an Klarheit über seine Inanspruchnahme zu sorgen.
Der Gesetzentwurf der Linksfraktion sieht vor, dass die rückwirkende Erhebung bis zum 1. April 2014 ausgesetzt wird. Die Landesregierung wird aufgefordert auf Grundlage des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichtes umgehend eine Neuregelung dem Landtag vorzulegen, so dass der Landtag spätestens bis zum 1. April 2014 (Inkrafttreten) eine verfassungskonforme Regelung beschließen kann.
Nachdem am Freitag der gemeinsame Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE zur Aufhebung der Residenzpflicht im Landtag als erster Tagesordnungspunkt aufgerufen werden sollte, wurde heute ein Verordnungsentwurf des Innenministeriums bekannt, mit dem die sogenannte Residenzpflicht voraussichtlich zum 1. Juli 2013 in Thüringen aufgehoben werden soll. Mehr...
Anlässlich des heute beginnenden "Burschentages" der Deutschen Burschenschaft in Eisenach erklärt Katharina König, Sprecherin für Antifaschismus der Linksfraktion: "Dass der Akademikerbund ,Deutsche Burschenschaft' nicht nur in den letzten Jahren weiter nach rechts gerückt ist, sondern auch in diesen Tagen wieder intensiv an einer noch völkischeren und rassistischen Ausrichtung strickt, belegt die heute von Spiegel Online aufgedeckten Tagungsunterlagen, wonach erneut über eine Art ,Ariernachweis' in Eisenach verhandelt werden soll." Mehr...
"Internationale Menschenrechtsregelungen verlangen die Rehabilitierung der wegen Paragraf 175 strafrechtlich verfolgten homosexuellen Menschen, und zwar aller bis 1994 in beiden deutschen Staaten verurteilten Betroffenen. Hier handelte es sich klar um einen Verstoß gegen Menschen und Grundrechte. Thüringen hat hier wegen des in der Landesverfassung verankerten Diskriminierungsverbots bezogen auf die sexuelle Orientierung eine besondere Verpflichtung. "Umso problematischer und entlarvender ist, dass CDU und SPD sich einem gemeinsamen Antrag verweigern", so Karola Stange gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Mehr...
„Neue Wege bei der Kontrolle polizeilicher Tätigkeit“ will die Linksfraktion gehen und hat daher zum Thüringer Polizeiaufgabengesetz umfangreiche Änderungen vorgelegt. Mit diesem Thema beginnt die neue Ausgabe des Parlamentsreports. In Wort und Bild wird außerdem über jüngste, auch per Livestream übertragene, Veranstaltungen der Fraktion berichtet. Ob die Vorstellung des neuen NSU-Buches „Schreddern, Spitzeln, Staatsversagen“ im Rahmen einer Pressekonferenz am 8. Mai, die Fraktionsdiskussion zur Behindertenpolitik „Inklusion als gesellschaftliches Prinzip“ oder die mahnende Lesung von Landtagsabgeordneten aus „Verbrannten Büchern“ – auf der Internetseite der Fraktion konnte und kann man live dabei sein, wie natürlich auch bei jeder Landtagssitzung (vom 22. bis 24. Mai, vom 19. bis 21. Juni, um nur auf die aktuellen Plenartermine zu verweisen).
Ausführliche Informationen zur nächsten gemeinsamen Veranstaltung mit „Mehr Demokratie Thüringen“ am 6. Juni im Landtag sind auf Seite 7. des Parlamentsreports zu finden, der auf Seite 10 mit dem „Letzten“ schließt, Thema diesmal: „Vom Elend des Monopolisten“ (Stichwort: Zeitungsgruppe Thüringen). MEHR