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Mitarbeiter: Lothar Adler
In Zeiten, in denen Konservative „die geistig moralische Wende” in der alten Bundesrepublik ausriefen, entschied ich mich in Jugendjahren zum aktiven Eintreten für eine solidarische, bürgerrechtsorientierte und emanzipatorische Politik. Nach vielen Jahren in Interessenvertretungen und sozialen Bewegungen führte der Weg in Konsequenz zur PDS. Geburtsort, Studienort und heutiger Lebensort lagen in verschiedenen Bundesländern. Ob West, Nord oder Ost: Politik für soziale Gerechtigkeit hat immer ihren Ort und ihre Notwendigkeit. Als Innenpolitikerin erhebe ich meine Stimme dort, wo Freiheits- und Bürgerrechte auf dem Altar einer hysterischen Sicherheitspolitik geopfert werden. Als LINKE müssen wir deutlich machen: der Abbau des Sozialstaates und der Ausbau des obrigkeitshörigen Ordnungsstaates sind zwei Seiten einer Medaille. Freiheit und soziale Gerechtigkeit als Einheit zu denken, muss die Antwort auf diese Entwicklung sein. Und diese Auseinandersetzung im Parlament und in den Bewegungen zu führen, bleibt mein Credo. Weit über fachliches Interesse hinaus engagiere ich mich gegen Neonazis, Rassismus und für eine offene Gesellschaft. Wichtig ist mir weiterhin, journalistisch und als Referentin in diesem Bereich zu wirken. Als Landesvorstandsmitglied im Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten e.V. sehe ich mich in der Funktion zwischen den ZeitzeugInnen der Verfolgung und des Widerstands und heutigen Jugendlichen. Mittlerin der politischen Bildung sind auch die parteinahen Stiftungen, daher engagiere ich mich in der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen. Ich wohne mit Familie in einem kleinen Dorf am Rand des Thüringer Waldes.
„Keinen verderben lassen
auch nicht sich selbst
jeden mit Glück zu erfüllen
auch sich, das
ist gut.” (Bertolt Brecht)
Politik nicht für Menschen, sondern mit Menschen machen. Keinen zurücklassen und keinen übersehen. Sich selbst treu bleiben und doch Veränderung zulassen. Intellektuelle Anstrengungsbereitschaft und Bodenhaftung in Einklang bringen und das Lachen nicht verlernen.